Kapitel 12. Mein GIMP veredeln

Inhaltsverzeichnis

1. Einstellungen
1.1. Einführung
1.2. Systemressourcen
1.3. Farbmanagement
1.4. Spielplatz
1.5. Werkzeugeinstellungen
1.6. Neues Bild
1.7. Standardraster
1.8. Oberfläche
1.9. Thema
1.10. Thema
1.11. Werkzeugkasten
1.12. Dialogvorgaben
1.13. Hilfesystem
1.14. Anzeige
1.15. Fensterverwaltung
1.16. Bildfenster
1.17. Darstellung
1.18. Titel und Status
1.19. Einrastverhalten im Bildfenster
1.20. Eingabegeräte
1.21. Eingabesteuerung
1.22. Ordner
1.23. Datenordner
2. Raster und Hilfslinien
2.1. Das Bildraster
2.2. Hilfslinien
3. Erstellen eines Gitters
4. Einstellen des Datenspeichers
5. Tastenkürzel für Menüfunktionen einrichten
6. Den Startbildschirm personalisieren

1. Einstellungen

1.1. Einführung

Abbildung 12.1. Die Liste der verschiedenen Einstellungsansichten

Die Liste der verschiedenen Einstellungsansichten

Im Einstellungsdialog können Sie GIMP in vielerlei Hinsicht Ihren Wünschen anpassen. Der Dialog kann über das Menü im Bildfenster erreicht werden: DateiEinstellungen.

Die gewählten Einstellungen werden in der Datei gimprc in Ihrem persönlichen GIMP-Ordner gespeichert. Falls Sie also damit vertraut sind, Konfigurationsdateien mit einem Editor zu bearbeiten, können Sie Ihre Einstellungen einfach durch Editieren dieser Datei ändern. Unter Linux gibt Ihnen man gimprc das nötige Wissen um Aufbau der Datei und Bedeutung und Syntax der einzelnen Optionen.

1.2. Systemressourcen

Abbildung 12.2. Systemressourcen

Systemressourcen

Auf dieser Seite können Sie die Höhe des Systemspeichers angeben, der für verschiedene Zwecke zugeordnet werden kann. Außerdem können Sie die Bestätigungsdialoge deaktivieren, die beim Schließen von ungesicherten Bildern auftreten, sowie die Größe der Vorschaubilder definieren.


1.2.1. Eigenschaften

Ressourcenverbrauch

Minimale Anzahl an Journalschritten

GIMP verwaltet für jedes Bild eine Liste (»Journal«) von Aktionen, die rückgängig gemacht werden können. Dafür wird eine gewisse Menge Arbeitsspeicher reserviert. Unabhängig davon gibt es eine minimale Anzahl der letzten Aktionen, die Sie auf jeden Fall zurücknehmen können. Diese Anzahl können Sie hier festlegen. Weitere Informationen zu GIMPs Rücknahmekonzept finden Sie in Abschnitt 3, „Rückgängig machen“.

Maximaler Speicher für das Journal

Dies ist die Größe des Arbeitsspeichers, der für jedes Bild reserviert wird, um die Rücknahmeinformationen zu speichern. Falls das Rücknahmejournal diese Größe überschreitet, werden die ältesten Einträge gelöscht, es sei denn, dadurch würde die oben beschriebene minimale Anzahl an widerrufbaren Aktionen unterschritten.

Größe des gesamten Speichers

Dies ist die Größe des Systemspeichers, der für Bilder reserviert wird. Wenn GIMP mehr Speicher benötigt, werden Daten auf Festplatte ausgelagert, was unter Umständen zu dramatischen Geschwindigkeitseinbußen führt. Sie haben bei der Installation von GIMP die Möglichkeit, diesen Wert festzulegen, aber hier können Sie ihn jederzeit ändern. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 4, „Einstellen des Datenspeichers“.

Maximale Größe neuer Bilder

Hier stellen sie die Größe in Megabyte ein, die ein neues Bild maximal benutzen darf. Wird das neue Bild mehr als ihr eingetragener Wert an Hauptspeicher belegen, wird GIMP nochmals nachfragen. Mit dieser Vorgehensweise wird verhindert, dass Sie versehentlich ein Bild erstellen, das sehr viel größer als beabsichtigt ist, was einen Absturz oder eine extreme Verlangsamung des Programms zur Folge haben könnte.

Zahl der zu verwendenden Prozessoren

Die Voreinstellung ist 1. Aber Ihr Computer könnte auch mehr als einen Prozessor haben.

Hardware-Beschleunigung

OpenCL verwenden

OpenCL steht für »Open Computing Language« (Siehe auch Wikipedia). Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert und verbessert die Zusammenarbeit zwischen CPU und GPU.

Vorschaubilder

Größe der Vorschaubilder

Die Standardbildgröße, die verwendet werden soll, um Miniaturbilder im Datei-Öffnen-Dialog anzuzeigen. Sie wird auch für die eventuelle Nutzung von anderen Programmen gespeichert. Die möglichen Einstellungen sind »Keine Vorschau«, »Normal (128x128)« und »Groß (256x256)«.

Maximale Dateigröße für Vorschaubilder

Wenn eine Bilddatei die hier festgelegte Größe überschreitet, erstellt GIMP für dieses Bild keine Miniaturansicht. Damit können Sie Vorschauen für extrem große Bilder verhindern, die das Programm übermäßig verlangsamen würden.

Dokumentenindex

Verwendete Dateien in den zuletzt geöffneten Dokumenten anzeigen

Wenn aktiviert, werden alle geöffneten und gespeicherten Dateien im Dokumentenindex gespeichert, auf den Sie über DateiZuletzt geöffnetDokumentenindex zugreifen können.

1.3. Farbmanagement

Abbildung 12.3. Die Einstellungsansicht, um das Farbmanagement anzupassen

Die Einstellungsansicht, um das Farbmanagement anzupassen

1.3.1. Eigenschaften

In der Einstellungsansicht können Sie Einstellungen zum GIMP-Farbmanagement vornehmen.

Manche der im Folgenden beschriebenen Eigenschaften erfordern die Auswahl eines Farbprofils. Hierzu steht zunächst einmal ein Klappmenü zur Verfügung. Dieses enthält die bereits bekannten Farbprofile. Sollte das gesuchte Profil nicht in der Liste enthalten sein, hilft der unterste Menüeintrag Farbprofil von Festplatte wählen... weiter. Er erlaubt es, eine Farbprofildatei direkt auszuwählen.

[Tipp] Tipp

Die Dateien mit Farbprofilen sind in der Regel leicht an der Endung .icc zu erkennen. Außerdem befinden sie sich oftmals an einheitlichen, jedoch betriebssystemabhängigen Orten. Unter Mac OS X zum Beispiel finden sich viele Profile unter /Library/ColorSync/Profiles/ bzw. Library/Printers/[Herstellername]/Profiles.

Anzeigemodus des Bildes

Mit dieser Eigenschaft können Sie einstellen, wie das Farbmanagement in GIMP angewendet wird. Hierzu stehen Ihnen drei Einstellungen zur Auswahl:

  • Keine Farbverwaltung: Mit dieser Einstellung können Sie das Farbmanagement in GIMP komplett ausschalten.

  • Anzeige mit Farbverwaltung: Wenn Sie diese Einstellung auswählen, wird das Farbmanagement in GIMP aktiviert und die Darstellung auf dem Bildschirm erfolgt farbkorrigiert.

  • Softproofing: Durch Auswählen dieser Einstellung können Sie das Farbmanagement in GIMP so aktivieren, dass die Ausgabe auf dem Bildschirm farbtreu die Ausgabe auf einem Drucker simuliert. Hierzu wird neben dem angegebenen Farbprofil für die Anzeige auch das eingestellte Farbprofil für die Druckersimulation verwendet.

    [Anmerkung] Anmerkung

    Bitte beachten Sie, dass sich das Farbmanagement in GIMP lediglich auf die Darstellung beim Bearbeiten und die Einbettung von Farbprofilen in Bilddateien auswirkt. Insbesondere wirken sich die hier vorgenommen Einstellungen nicht auf das Drucken von Bildern aus GIMP heraus aus. Dies ist eine Aufgabe des Druckmoduls, welches nicht Bestandteil von GIMP ist.

Anzeige mit Farbverwaltung

Bildschirmprofil

  • Keines: GIMP verwendet das farbmetrische Profil Ihres Bildschirms.

  • Farbprofil von Festplatte wählen: Falls vorhanden.

  • Wenn möglich das System-Bildschirmprofil verwenden: Falls aktiviert, so wird GIMP versuchen, dasjenige Farbprofil zur Anzeige verwenden, welches vom Farbmanagement des Betriebssystems zur Verfügung gestellt wird. Ansonsten wird das eingestellte Bildschirmprofil verwendet.

Wiedergabeziel

  • Diese Einstellung legt fest, wie Farben vom Bildfarbraum auf den Farbraum Ihres Anzeigegerätes umgerechnet werden sollen. Es stehen vier Modi zur Verfügung: »Wahrnehmung«, »Relativ farbmetrisch«, »Sättigung« und »Absolut farbmetrisch«.

    Normalerweise ist »Relativ farbmetrisch« die beste Wahl (Voreinstellung). Solange Sie keinen Bildschirm mit LUT-Profil besitzen (die meisten Bildschirme haben ein Matrix-Profil), entspricht das wahrnehmungsorientierte Ziel ohnehin einer relativen Farbmetrik.

    Tiefenkompensation verwenden

    • Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Solange Sie keinen triftigen Grund dafür haben, sollten Sie Tiefenkompensation verwenden.

Bildanzeige optimieren für:

  • Zwei Einstellungen: Geschwindigkeit und Genauigkeit/Farbtreue. »Geschwindigkeit« ist voreingestellt. Wenn nicht, könnte die Bildanzeige auf Kosten der Geschwindigkeit besser sein.

Softproofing

Mit Softproofing können Sie auf Ihrem Bildschirm sehen, wie ein Druck auf Papier aussehen würden. Allgemeiner gesprochen handelt es sich um die Umwandlung des Bildfarbraums auf einen anderen Farbraum (den des Druckers oder eines anderen Anzeigegeräts).

Softproofing-Profil

Keines ist voreingestellt. Die Auswahlliste erlaubt, ein Farbprofil von Festplatte wählen ….

Wiedergabeziel: Auch hier gibt es vier Modi: »Wahrnehmung«, »Relativ farbmetrisch«, »Sättigung« und »Absolut farbmetrisch«. Testen Sie aus, welcher Modus für Sie am Besten aussieht.

Tiefenkompensation verwenden

Entscheiden Sie selbst, ob Sie mit der Tiefenkompensation bessere Resultate erzielen.

Softproofing optimieren für:

Zwei Einstellungen: Geschwindigkeit und Genauigkeit/Farbtreue. »Geschwindigkeit« ist voreingestellt. Wenn nicht, könnte die Bildanzeige auf Kosten der Geschwindigkeit besser sein.

Farben außerhalb des Gamut markieren

Wenn dieses Ankreuzfeld aktiviert ist, wird das Softproofing Farben markieren, die nicht im Zielfarbraum dargestellt werden können. Auf der rechten Seite befindet sich ein Farbknopf, über den Sie die gewünschte Farbe auswählen können.

Bevorzugte Profile

RGB-Profil

Voreinstellung ist »Keines« und das integrierte RGB-Profil wird verwendet. Sie können ein anderes RGB-Profil von der Festplatte auswählen: Es wird dann neben dem integrierten Profil angezeigt, wenn ein Farbprofil ausgewählt werden kann.

Graustufen-Profil

Voreinstellung ist »Keines« und das integrierte Graustufen-Profil wird verwendet. Sie können ein anderes Graustufen-Profil von der Festplatte auswählen: Es wird dann neben dem integrierten Profil angezeigt, wenn ein Farbprofil ausgewählt werden kann.

CMYK-Profil

Voreinstellung ist »Keines«. Sie können ein anderes CMYK-Profil von der Festplatte auswählen, um RGB zu CMYK umzuwandeln.

Regeln

Verhalten des Datei-Öffnen-Dialogs

Voreinstellung ist »Nachfragen«. Sie können auch »Eingebettetes Profil behalten« oder »In das bevorzugte RGB-Farbprofil umwandeln« auswählen, um einzustellen, wie eingebettete Farbprofile behandelt werden sollen, wenn eine Bilddatei geöffnet wird.

[Anmerkung] Anmerkung

Weitere Informationen:

  • ICC-Profile werden in der Wikipedia [WKPD-ICC] erklärt.

  • Siehe das Open ICCproject ([OPENICC]), an dem GIMP und andere freie Grafik-Projekte teilnehmen.

Profile aus dem Internet:

  • Das sRGB-ICC-Profil: ICCsRGB[ICCsRGB]

  • Das Microsoft-sRGB-Profil: MsRGB[MsRGB]

  • Das Adobe-RGB-Profil: Adobe RGB (1998)[AdobeRGB]

  • Arbeitsfarbräume der ECI (European Color Initiative): ECI[ECI]

1.4. Spielplatz

Abbildung 12.4. Wahnsinnige Eigenschaften

Wahnsinnige Eigenschaften

Auf dieser Seite können Sie einige experimentelle Werkzeuge auswählen.


1.5. Werkzeugeinstellungen

Abbildung 12.5. Die Einstellungsansicht, um die Werkzeuge anzupassen

Die Einstellungsansicht, um die Werkzeuge anzupassen

In der Einstellungsansicht für Werkzeugeinstellungen können Sie das Verhalten der Werkzeuge anpassen.


1.5.1. Eigenschaften

Allgemein

Werkzeugeinstellungen beim Beenden speichern

Diese Einstellung ist selbsterklärend.

Werkzeugeinstellungen jetzt speichern

Diese Einstellung ist selbsterklärend.

Werkzeugeinstellungen jetzt auf Vorgabewerte setzen

Diese Einstellung ist selbsterklärend.

Skalierung

Voreingestellte Interpolationsart

Bei der Skalierung von Bildobjekten wird jeder neuer Pixel durch sog. Interpolieren berechnet. Damit das Resultat ohne großen Qualitätsverlust erscheint, bietet GIMP verschiedene Interpolationsarten, die sich in ihrer Schnelligkeit und damit verbunden in ihrer Qualität unterscheiden.

Es gibt 4 Methoden zur Auswahl:

Keine

Keine Interpolation ist natürlich die schnellste Methode, jedoch mit erheblichen Qualitätseinbußen. Wählen Sie diese nur, wenn Ihr Rechner extrem langsam ist.

Linear

Diese Methode ist ein guter Mittelweg zwischen Schnelligkeit und Qualität. Sie war daher vor GIMP 2.6 die Voreinstellung.

Kubisch

Dies ist eine qualitativ gute Interpolationsart, die jedoch auf Kosten der Schnelligkeit geht. Im Einzelfall kann das Ergebnis sogar schlechter sein als mit linearer Interpolation. Seit GIMP 2.6 ist diese Methode die Voreinstellung.

NoHalo

Diese Methode erzielt eine hochqualitative Interpolation. Verwenden Sie NoHalo, wenn Sie ein Bild auf weniger als die Hälfte herunterskalieren möchten.

LoHalo

Diese Methode erzielt eine hochqualitative Interpolation. Verwenden Sie LoHalo, wenn Sie die Größe nicht viel verringern möchten, zum Beispiel beim Drehen oder Scheren.

Maleinstellungen werkzeugübergreifend nutzen

Pinsel, Zeichendynamik, Muster, Farbverlauf

Klicken Sie die Kontrollkästchen an, welche Werkzeugeinstellungen gemeinsam von den aufgeführten Werkzeugen benutzt werden sollen. Ändern Sie zum Beispiel den Farbverlauf im Pinselwerkzeug, wird er ebenso im Farbverlaufswerkzeug geändert.

Verschiebewerkzeug

Ebene oder Pfad aktivieren

Wenn Sie diese Option aktivieren, wählt das Verschiebewerkzeug automatisch die aktive Ebene oder den aktiven Pfad.

1.6. Neues Bild

Abbildung 12.6. Die Einstellungsansicht für neue Bilder

Die Einstellungsansicht für neue Bilder

Hier können Sie die Vorgabe-Einstellungen des Dialogs zum Erstellen eines neuen Bildes verändern.

1.7. Standardraster

Abbildung 12.7. Standardbildraster

Standardbildraster

In dieser Ansicht können Sie Vorgabe-Einstellungen des Bildrasters verändern, das Sie mit AnsichtRaster anzeigen im Menü des Bildfensters ein- und ausblenden können. Für weitere Informationen schauen Sie bitte unter Raster konfigurieren nach.

1.8. Oberfläche

Abbildung 12.8. Die Einstellungsansicht zum Anpassen der Benutzeroberfläche

Die Einstellungsansicht zum Anpassen der Benutzeroberfläche

In dieser Einstellungsansicht können Sie Ihre Sprache, die Vorschau von Ebenen und Kanälen sowie Tastenkombinationen nach Ihren Bedürfnissen einstellen.


Eigenschaften

Sprache

Die in GIMP voreingestellte Sprache ist die Ihres Systems. Sie können in der Auswahlliste eine andere Sprache wählen. Damit die Änderungen wirksam werden, starten Sie GIMP bitte neu. Bitte lesen Sie auch Abschnitt 1.2, „GIMP auf Deutsch“.

Vorschaubilder

Standardmäßig zeigt GIMP Vorschaubilder des Inhalts von Ebenen und Kanälen an verschiedenen Stellen, einschließlich des Ebenen-Dialogs. Wenn Sie diese ausblenden möchten, so wählen Sie das Ankreuzfeld Vorschau von Ebenen und Kanälen aktivieren ab. Wenn Vorschaubilder angezeigt werden sollen, so können Sie die Größen mit dem Menü Standardgröße der Vorschau von Ebenen und Kanälen und Vorschaugröße in der Navigation festlegen.

Sie können auch die Vorschaugröße im Journal und die Vorschaugröße in der Navigation anpassen.

Tastenkombinationen

Jeder Menüpunkt kann auch ohne eine Maus aktiviert werden, indem man bei gedrückter Alt-Taste eine bestimmte Taste drückt. Das zugehörige Zeichen (Tastenkürzel oder Tastenkombination, manchmal auch Schnelltaste genannt) wird im Text üblicherweise unterstrichen dargestellt. Falls Sie dieses Verhalten nicht wünschen (beispielsweise weil Ihnen das Aussehen nicht gefällt oder Sie die Tastenkombinationen sowieso nicht verwenden), können Sie es abschalten, indem Sie Menütastenkombinationen anzeigen deaktivieren.

GIMP bietet Ihnen auch die Möglichkeit. Tastenkürzel (Tastenkombinationen, die einen Menüeintrag aktivieren) dynamisch zuzuordnen. Aktivieren Sie dazu das Kontrollkästchen Dynamische Tastenkombinationen benutzen, das per Voreinstellung deaktiviert ist, um ein versehentliches Überschreiben der Standardtastenkürzel zu vermeiden. Wählen Sie nun mit der Maus einen Menüpunkt, dem Sie eine neue Tastenkombination zuordnen möchten, klicken dabei aber nicht den Menüpunkt an. Durch Betätigen der gewünschten Tasten weisen Sie dann dem Menüpunkt eine neue Tastenkombination zu.

Durch Drücken des Knopfes Tastenkombinationen konfigurieren öffnen Sie einen leicht zu benutzenden Editor, wo Sie Menüpunkte auswählen und ihnen Tastenkürzel zuordnen können.

Wenn Sie Tastenkürzel geändert haben, werden Sie diese Änderungen vermutlich auch für spätere GIMP-Sitzungen erhalten wollen. Falls nicht, deaktivieren Sie Tastenkombinationen beim Beenden speichern (aber vergessen Sie nicht, dass Sie diese Eigenschaft deaktiviert haben, sonst wundern Sie sich später vielleicht). Ansonsten können Sie Ihre aktuellen Einstellungen jederzeit mit Tastenkombinationen jetzt speichern sichern. Falls Sie später feststellen, dass Sie einige sehr schlechte Entscheidungen hinsichtlich neuer Tastenkombinationen getroffen haben, können Sie alles mit Tastenkombinationen auf Standardwerte zurücksetzen rückgängig machen. Eine neue Variante: Alle Tastenkombinationen entfernen.

1.9. Thema

Abbildung 12.9. Einstellen des GIMP-Themas

Einstellen des GIMP-Themas

Auf dieser Seite können ein Thema auswählen, das Auswirkungen auf das Aussehen vieler Elemente von GIMPs Benutzeroberfläche hat. Klicken Sie auf ein Thema in der Liste, um es unmittelbar anzuwenden. So können Sie ganz einfach das Ergebnis betrachten und sich umentscheiden, wenn es Ihnen nicht gefällt.

1.10. Thema

Abbildung 12.10. Einstellung des Symbol-Themas

Einstellung des Symbol-Themas

Auf dieser Seite können Sie ein Thema für die Symbole in GIMPs Benutzeroberfläche auswählen. Probieren Sie es aus: Sie werden das Ergebnis direkt im Einstellungsdialog sehen.

1.11. Werkzeugkasten

Abbildung 12.11. Die Einstellungsansicht, um den Werkzeugkasten anzupassen

Die Einstellungsansicht, um den Werkzeugkasten anzupassen

1.11.1. Eigenschaften

Abbildung 12.12. Ansicht des Werkzeugkastens in der Standardvoreinstellung

Ansicht des Werkzeugkastens in der Standardvoreinstellung

Auf dieser Seite können Sie das Aussehen des Werkzeugkastens verändern, indem Sie entscheiden, ob die drei »Kontextinformation«-Bereiche unten angezeigt werden sollen.

Erscheinungsbild

Vorder- und Hintergrundfarbe anzeigen

Legt fest, ob die Farbübersicht (2) angezeigt werden soll.

Aktiven Pinsel, Muster und Farbverlauf anzeigen

Legt fest, ob die Werkzeugübersicht (3) angezeigt werden soll.

Aktuelles Bild anzeigen

Legt fest, ob der Bereich zur Anzeige des aktuellen Bildes (4) sichtbar sein soll.

Konfiguration der Werkzeuge

Werkzeuge dieser Liste mit einem Auge sind im Werkzeugkasten enthalten. In der Voreinstellung werden Farbwerkzeuge nicht im Werkzeugkasten angezeigt. Sie können diese dem Werkzeugkasten hinzufügen, indem Sie das entsprechende Auswahlfeld ankreuzen.

Sie können Werkzeuge auch mit den ↑- und ↓-Knöpfen unten im Dialogfenster nach Priorität sortieren.

Diese Option ersetzt den Werkzeuge-Dialog früherer GIMP-Versionen.

1.12. Dialogvorgaben

Abbildung 12.13. Dialogvorgabe

Dialogvorgabe

Auf dieser Seite können Sie die Vorgabewerte von Dialogen einstellen.


1.13. Hilfesystem

Abbildung 12.14. Die Einstellungen zum Hilfesystem

Die Einstellungen zum Hilfesystem

In dieser Ansicht können Sie das Verhalten und den Gebrauch der GIMP-Hilfe anpassen.


1.13.1. Eigenschaften

Allgemein

Minihilfen anzeigen

Bei aktiviertem Kontrollkästchen werden Ihnen Minihilfen (sog. Tooltips) angezeigt. Das sind kleine Textfenster, die nach wenigen Sekunden erscheinen, wenn Sie den Mauszeiger über die Bedienelemente von GIMP bewegen. Manchmal erklären Sie, was das betreffende Element macht, manchmal geben sie einen Hinweis auf eine nicht offensichtliche Verwendung des Elements. Wenn Sie die Minihilfen als störend empfinden, schalten Sie sie hier aus. Allerdings sollten Sie das nur tun, wenn Sie bereits ein erfahrener Benutzer sind.

Hilfeknöpfe anzeigen

Diese Eigenschaft legt fest, ob in jedem Werkzeugdialog ein Hilfeknopf angezeigt wird, mit der man ebenfalls zur entsprechenden Hilfeseite gelangt.

Benutzerhandbuch

Hier legen Sie fest, ob Sie Die lokal installierte Kopie verwenden oder Die Online-Version verwenden wollen. Siehe auch Abschnitt 12.2, „Hilfe“.

Hilfe-Browser

Zu verwendender Hilfe-Browser

Das GIMP-Benutzerhandbuch wird wie eine Webseite in Form von HTML-Dateien bereitgestellt. Sie können es mit dem GIMP-internen Hilfe-Browser oder dem Standard-Webbrowser Ihres Betriebssystems lesen. Die Wahl des internen Hilfebrowsers ist zuverlässiger, da hier die Darstellung des Benutzerhandbuchs getestet wurde. Andere Programme können das Benutzerhandbuch unter Umständen abweichend darstellen. Jedoch sollten alle modernen Webbrowser in der Lage sein, das GIMP-Benutzerhandbuch korrekt anzuzeigen.

[Anmerkung] Anmerkung

Der GIMP-Hilfe-Browser steht nicht für alle Betriebssysteme zur Verfügung. Diese Auswahlmöglichkeit ist dann ausgeblendet und das Benutzerhandbuch wird im Standard-Browser Ihres Betriebssystems angezeigt.

Aktionssuche

Maximale Journal-Größe

Vorgabewert ist 100 (0-1000) Elemente im Journal.

Nicht verfügbare Aktionen anzeigen

Ist dieses Ankreuzfeld aktiviert, gibt die Aktionssuche auch inaktive Aktionen zurück.

Aktions-Journal leeren

Es braucht nicht viel Fantasie, um den Zweck dieses Knopfes zu erraten.

1.14. Anzeige

Abbildung 12.15. Die Einstellungsansicht für die Anzeige

Die Einstellungsansicht für die Anzeige

In der Einstellungsansicht für die Anzeige können Sie die Transparenz und Bildschirmauflösung ändern.


1.14.1. Eigenschaften

Transparenz

Schachbrett-Stil

Den Vorgabeeinstellungen entsprechend stellt GIMP transparente Bildbereiche mit einem Schachbrettmuster dar. Sie können verschiedene Arten von Schachbrettmustern sowie normale Farben (Weiß, Grau, Schwarz) als Transparenzindikator wählen.

Schachbrettgröße

Mit Hilfe der Auswahlliste können Sie die Größe des Schachbrettmusters auswählen.

Abbildung 12.16. Der Dialog zur Kalibrierung der Monitorauflösung

Der Dialog zur Kalibrierung der Monitorauflösung

Bildschirmauflösung

Die Monitorauflösung ist die Anzahl horizontal und vertikal angeordneter Pixeln pro Zoll (engl. Inch). Sie haben folgende Möglichkeiten, um die Monitorauflösung zu kalibrieren:

  • Die Auflösung vom Fenstermanager (Window-Manager) beziehen (am einfachsten, kann aber ungenau sein).

  • Die Auflösung manuell einstellen.

  • Den Knopf Kalibrieren benutzen und die Auflösung in Abhängigkeit vom verwendeten Monitor einstellen.

Der Dialog »Bildschirmauflösung kalibrieren«

Mit Hilfe eines Lineals können Sie im Dialog für die Kalibrierung der Monitorauflösung die richtigen Werte ermitteln. Abbildung 12.16, „Der Dialog zur Kalibrierung der Monitorauflösung“ zeigt ein Bildschirmfoto des Dialogs. Probieren Sie es aus, Ihre automatisch bestimmte Auflösung könnte gewaltig daneben liegen...

1.15. Fensterverwaltung

Abbildung 12.17. Die Ansicht in den Einstellungen zum Anpassen der Fensterverwaltung

Die Ansicht in den Einstellungen zum Anpassen der Fensterverwaltung

In dieser Ansicht können Sie durch Vorgabeeinstellungen das Zusammenspiel zwischen GIMP und Fenster-Manager beeinflussen. Da es sehr viele Fenster-Manager gibt und sich nicht alle wie erwartet verhalten, kann nicht garantiert werden, dass die hier aufgeführten Funktionen tatsächlich so wie beschrieben reagieren.

1.15.1. Eigenschaften

Fenster-Manager-Hinweise

Hinweise für Docks und den Werkzeugkasten

Hier können Sie festlegen, wie der Werkzeugkasten und die Docks vom Fenstermanager behandelt werden. Sie haben jeweils folgende Möglichkeiten:

  • Wenn Sie Normales Fenster wählen, werden diese Fenster genau wie jedes andere Fenster behandelt.

  • Wählen Sie Werkzeugkasten, ist dies ein Hinweis für den Fenstermanager, die Docks nicht durch Minimieren von der Arbeitsfläche zu entfernen und den entsprechende Knopf nicht in der Titelleiste anzubieten.

    Abbildung 12.18. Titelleiste des Werkzeugkastens

    Titelleiste des Werkzeugkastens

    Titelleiste des normalen Fensters

    Titelleiste des Werkzeugkastens

    Die Titelleiste im Werkzeugkasten


  • Mit Zuoberst behalten legen Sie fest, dass diese Fenster niemals von anderen Fenstern überdeckt werden können.

Beachten Sie, dass die hier vorgenommenen Einstellungen erst beim nächsten Programmaufruf von GIMP wirksam werden.

Fokus

Das fokussierte Bild aktivieren

Normalerweise erhalten fokussierte Fenster alle Maus- und Tastatureingaben. Die Fokussierung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, z.B. durch Mausklick (Click to Focus) oder durch Überfahren des Fensters mit dem Mauszeiger (Sloppy Focus). Sollten Sie Ihren Fenstermanager auf die erste Variante eingestellt haben, sollte das Kontrollkästchen aktiviert sein.

Fensterpositionen

Fensterpositionen beim Beenden speichern

Bei aktiviertem Kontrollkästchen wird GIMP die Dialoge und Docks an den Positionen öffnen, wo sie beim letzten Mal waren.

Fensterposition jetzt speichern

Der Knopf erlaubt es Ihnen, die Fenster so zu positionieren, wie Sie möchten. Klicken Sie einmal auf den Knopf, damit GIMP sich die Position der Fenster merkt.

Fensterpositionen jetzt auf Vorgabewerte setzen

Sollten sie wieder zu den Vorgabeeinstellungen für die Fensterpositionierung zurückkehren wollen, klicken Sie auf diesen Knopf.

1.16. Bildfenster

Abbildung 12.19. Einstellungsansicht für das Verhalten des Bildfensters

Einstellungsansicht für das Verhalten des Bildfensters

In dieser Ansicht können Sie das Verhalten der Bildfenster einstellen.


1.16.1. Eigenschaften

Allgemein

»Punkt für Punkt« als Standard verwenden

»Punkt für Punkt« bedeutet, dass bei einer Vergrößerungsstufe von 1:1 (100%) jedes Bildpixel einem Bildschirmpixel entspricht. Bei ausgeschalteter Option ist das angezeigte Bild von seiner X- und Y-Auflösung abhängig. Wenn Sie Grafiken für das Web erstellen, sollte »Punkt für Punkt« eingeschaltet sein, bei der Erstellung von Druckvorlagen jedoch ausgeschaltet. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 6.21, „Bild skalieren“.

Geschwindigkeit der laufenden Ameisen

Hilfslinien zum Kennzeichnen von Auswahlen bestehen aus kleinen weißen und schwarzen Streifen. Da diese Streifen abwechselnd angezeigt werden, scheinen die Hilfslinien sich wie Ameisen zu bewegen. Im Eingabefeld können Sie einstellen, wie schnell dieser Wechsel zwischen weiß und schwarz geschehen soll. Je kleiner der Wert, desto schneller (und störender!) marschieren die Ameisen.

Verhalten bei Größenänderungen

Fenstergröße beim Vergrößern und Verkleinern anpassen

Bei aktiviertem Kontrollkästchen wird die Bildfenstergröße automatisch der Leinwand angepasst, wenn Sie die Ansicht vergrößern (z.B. durch Hineinzoomen).

Fenstergröße anpassen, wenn sich die Bildgröße ändert

Bei aktiviertem Kontrollkästchen wird die Bildfenstergröße automatisch der Leinwand angepasst, wenn sich die Fenstergröße ändert.

Anfänglicher Vergrößerungsfaktor

Hier können Sie festlegen, ob sich ein Bild beim Öffnen gegebenenfalls ans Fenster anpassen wird oder ob es 1:1 in Originalgröße angezeigt wird. Bei letzterer Option wird, falls das Bild zu groß ist, nur ein Teil des Bildes zu sehen sein, Sie können aber zu den anderen Teilen »scrollen«.

Leertaste

Während die Leertaste gedrückt ist
  • Übersicht (Voreinstellung) oder

  • Zum Verschiebe-Werkzeug wechseln

  • Keine Aktion

Mauszeiger

Pinselumriss anzeigen

Bei aktiviertem Kontrollkästchen wird Ihnen ein Umriss des aktuell ausgewählten Pinsels als Mauszeiger angezeigt.

Zeiger des Malwerkzeuges anzeigen

Wenn das Kontrollkästchen aktiviert ist, wird neben dem Mauszeiger auch ein Symbol des aktuell benutzten Malwerkzeuges angezeigt.

Zeigermodus

Diese Einstellung hat keine Wirkung, wenn die Eigenschaft Zeiger des Malwerkzeuges anzeigen nicht aktiviert ist. Ansonsten können Sie zwischen Werkzeug-Symbol, Werkzeug-Symbol mit Fadenkreuz und Nur Fadenkreuz als Mauszeiger wählen.

Zeigeranzeige

Wählen Sie »Ausgefallen«, um einen Graustufen-Cursor, welcher das aktuelle Werkzeugsymbol zeigt, zu erhalten. Sie sollten einen »Schwarz/Weiß«-Zeiger bevorzugen, wenn Sie wenige Grafikressourcen zur Verfügung haben.

1.17. Darstellung

Abbildung 12.20. Die Einstellungsansicht zum Anpassen des Bildfensters

Die Einstellungsansicht zum Anpassen des Bildfensters

In dieser Ansicht können Sie die Vorgabeeinstellungen des Bildfensters anpassen (Vollbild oder normales Fenster). Für ein spezifisches Bildfenster lassen sich Einstellungen im Ansichtsmenü verändern.


Die wohl einzigen Einstellungen, die einer Erklärung bedürfen, sind die Einstellungen der Rahmenfarbe. Die Rahmenfarbe ist der (Hintergrund-)Bereich des aktiven Bildes. (Das aktive Bild bezeichnet hier den Bereich des Bildfensters, auf den Bildoperationen und Werkzeuge angewendet werden können, um das eigentliche Bild zu verändern.) Für die Rahmenfarbe stehen ihnen vier verschiedene Optionen zur Verfügung. Mit der letzten können Sie eine eigene Farbe für die Rahmenfarbe einstellen.

1.18. Titel und Status

Abbildung 12.21. Einstellungsansicht für die Formatierung der Titel- und Statuszeile

Einstellungsansicht für die Formatierung der Titel- und Statuszeile

In dieser Ansicht des Einstellungsdialoges können Sie die Ausgabe der Titel- und Statuszeile formatieren. Die Titelzeile erscheint gewöhnlich am oberen Rand und die Statuszeile am unteren Rand des Bildfensters.


1.18.1. Auswählen des Formates

Sie können zwischen zahlreichen vordefinierten Formaten wählen oder Ihr eigenes Format erstellen. Eigene Formate werden durch eine selbst definierte Formatzeichenkette festgelegt, die GIMP interpretieren kann. Die Zeichenkette mag im ersten Augenblick sehr kryptisch aussehen, ist jedoch nicht schwer zu verstehen. Alles, was Sie in die Eingabezeile an Zeichen eingeben, wird unverändert in Titel- oder Statuszeile angezeigt, außer Variablen. Variablen beginnen alle mit einem »%«. Folgende Liste gibt einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Variablen:

Variable Bedeutung
%f Dateiname (ohne Pfad) des Bildes oder »Unbenannt«
%F Absoluter Pfad zur Datei oder »Unbenannt«
%p Eindeutige Bild-ID
%i Nummer der Ansicht, auf der das Bild angezeigt wird
%t Bildtyp (RGB, Graustufen, Indiziert)
%z Vergrößerungsfaktor in Prozent (Vergrößerung = %d/%s)
%s Quellskalierungsfaktor
%d Zielskalierungsfaktor
%Dx Wird auf x erweitert, falls das Bild als geändert gekennzeichnet ist
%Cx Wird auf x erweitert, falls das Bild als unverändert gekennzeichnet ist
%l Anzahl der Ebenen
%L Anzahl der Ebenen (ausführliche Form)
%m Speichernutzung
%n Name der aktiven Ebene / des aktiven Kanals
%P ID der aktuellen Ebene / des aktiven Kanals
%w Bildbreite in Pixeln
%W Bildbreite in realen Maßen
%h Bildhöhe in Pixeln
%H Bildhöhe in realen Maßen
%u Einheitensymbol (z.B. »px« für Pixel)
%U Einheitenabkürzung
%% Der Buchstabe »%«

1.19. Einrastverhalten im Bildfenster

Abbildung 12.22. Einrastverhalten im Bildfenster

Einrastverhalten im Bildfenster

Diese Seite erlaubt Ihnen festzulegen, wie im Bild eingerastet werden soll. In der Voreinstellung ist nur An Hilfslinien einrasten aktiviert. Sie können auch Am Raster einrasten, An Leinwandkanten einrasten und Am aktiven Pfad einrasten jeweils im normalen als auch Vollbildmodus einstellen.

Der Einrastabstand definiert die Distanz in Pixeln, ab der eingerastet wird. Der voreingestellte Wert ist 8 (1-255).

1.20. Eingabegeräte

Abbildung 12.23. Ansicht des Dialogfensters »Eingabegeräte«

Ansicht des Dialogfensters »Eingabegeräte«

Erweiterte Eingabegeräte

Werkzeug und Werkzeugeinstellungen zwischen Eingabegeräten teilen

Legt fest, ob das gleiche Werkzeug und die gleichen Werkzeugeinstellungen für alle Eingabegeräte verwendet werden sollen. Bei Wechsel des Eingabegeräts wird das Werkzeug nicht geändert.

Erweiterte Eingabegeräte konfigurieren

Mit Hilfe dieses Knopfes können Sie an Ihren Computer angeschlossene Geräte wie Grafiktabletts oder MIDI-Keyboards einrichten. Wenn Sie ein Grafiktablett einrichten, wird folgendes Dialogfenster geöffnet:

Abbildung 12.24. Voreinstellungen für ein Grafiktablett

Voreinstellungen für ein Grafiktablett

Gerätestatus beim Beenden speichern

Wenn Sie diese Einstellung aktivieren, werden der/die/das zuletzt verwendete Werkzeug, Farbe, Muster und Pinsel gespeichert, sobald Sie GIMP beenden.

Gerätestatus jetzt speichern

Es braucht nicht viel Fantasie, um den Zweck dieses Knopfes zu erraten.

Gerätestatus jetzt auf Vorgabewerte setzen

Durch Betätigen dieses Knopfes können Sie die Einstellungen für die Eingabegeräte auf die Voreinstellungen zurücksetzen, mit denen GIMP ausgeliefert wurde.

1.21. Eingabesteuerung

Abbildung 12.25. Eingabesteuerung

Eingabesteuerung

Dieser Dialog hat zwei Listen mit zusätzlichen Eingabegeräten (die hier »Eingabesteuerungen« genannt werden, um sie von den oben beschriebenen »erweiterten Eingabegeräten« zu unterscheiden), den verfügbaren und den aktiven. Er wird verwendet, um ein Eingabegerät zu aktivieren/deaktivieren und einzustellen.

Wenn Sie auf einen der Einträge klicken, wird er hervorgehoben, und Sie können das entsprechende Gerät durch einen Klick auf den entsprechenden Pfeil von einer Liste in die andere verschieben. Wenn Sie versuchen, ein Gerät von den aktiven zu den verfügbaren Geräten zu verschieben, öffnet sich ein Dialogfenster und Sie haben die Wahl, das Gerät tatsächlich aus der Liste zu entfernen oder nur zu deaktivieren.

Wenn Sie auf ein (i.d.R. aktives) Gerät doppelklicken oder alternativ auf den Bearbeiten-Knopf unterhalb der Liste klicken, können Sie die entsprechende Eingabesteuerung in einem Dialogfenster einstellen:

Mausrad (Main Mouse Wheel)

Abbildung 12.26. Mausrad (Main Mouse Wheel)

Mausrad (Main Mouse Wheel)


Allgemein
Ereignisse dieser Steuerung mitschreiben

Diese Eigenschaft muss aktiviert sein, wenn die von den aktivierten Geräten generierten Ereignisse auf die Standardausgabe ausgegeben werden sollen. Falls Sie diese Ereignisse sehen wollen, starten Sie GIMP von der Konsole oder leiten Sie die Standardausgabe in eine Datei um. Diese Option dient hauptsächlich der Fehlersuche.

Steuerung einschalten

Diese Option muss aktiviert sein, wenn Sie dem Mausrad neue Aktionen zuordnen wollen.

Mausradereignisse

In diesem Fenster mit Rollbalken haben Sie links die möglichen Ereignisse des Mausrades in Verbindung mit den Steuertasten. Rechts sehen Sie die Aktion, die dem jeweiligen Ereignis zugeordnet ist. Außerdem sind dort einige Knöpfe: eine, um das ausgewählte Ereignis zu Bearbeiten, die andere, um die Aktion des gewählten Ereignisses zu Löschen (Leeren).

Einigen Ereignissen sind bereits Aktionen zugeordnet. Allerdings scheinen sie eher Beispielcharakter zu haben, da sie nicht gerade sehr nützlich sind.

Die dem Ereignis zugeordnete Aktion auswählen

Nachdem Sie ein Ereignis ausgewählt haben, klicken Sie auf den Knopf Bearbeiten, und es öffnet sich folgendes Dialogfenster:

Abbildung 12.27. Aktion für Ereignis des Steuerungsgeräts auswählen

Aktion für Ereignis des Steuerungsgeräts auswählen

Wenn es für dieses Ereignis bereits eine Aktion gibt, öffnet sich das Fenster auf dieser Aktion, andernfalls zeigt das Fenster Gruppen mit Aktionen. Klicken Sie auf eine Aktion, um Sie auszuwählen.

Tastatur (Main Keyboard)

Dieser Dialog arbeitet genau wie der fürs Mausrad. Ereignisse werden den Pfeiltasten der Tastatur zugeordnet, auch kombiniert mit Steuertasten.

Abbildung 12.28. Tastatur (Main Keyboard)

Tastatur (Main Keyboard)

[Anmerkung] Anmerkung

Sie finden ein Beispiel für diese Begriffe in Abschnitt 9, „Die Pinselgröße einstellen“.

1.22. Ordner

Abbildung 12.29. Grundlegende Ordnereinstellungen

Grundlegende Ordnereinstellungen

Auf dieser Seite können Sie einstellen, wo sich zwei wichtige Ordner befinden, die GIMP für temporäre Dateien verwendet. In den darunterliegenden Seiten können Sie einstellen, wo nach bestimmten Ressourcen gesucht wird, wie etwa Pinsel. Eine Beschreibung hierzu finden Sie unter Datenordner. Sie können die Ordner hier ändern, in dem Sie die Einträge bearbeiten oder die Knöpfe auf der rechten Seite klicken, um ein Dateiauswahlfenster zu öffnen.

Ordner

Temporärer Ordner

Der temporäre Ordner bewahrt Dateien auf, die nur während einer GIMP-Sitzung gebraucht werden. Das geschieht zum Beispiel beim Erstellen eines neuen Bildes. Die Voreinstellung benutzt das tmp-Ordner in ihrem persönlichen GIMP-Ordner. Wenn Sie einen anderen Ordner wünschen, geben Sie einfach einen neuen Pfad für temporäre Dateien an.

Auslagerungsordner

Der Auslagerungsordner wird benutzt, um mehr Speicher zur Verfügung zu stellen, als Arbeitsspeicher (RAM) im Computer benutzbar ist. Wenn Sie mit sehr großen oder ressourcenintensiven Bildern arbeiten, ist es nötig, ungebrauchte Bildbestandteile in diesem Ordner auszulagern.

1.23. Datenordner

Abbildung 12.30. Ansicht der Datenordner im Einstellungsdialog. Das Bildschirmfoto zeigt die Ansicht des Pinselordners

Ansicht der Datenordner im Einstellungsdialog. Das Bildschirmfoto zeigt die Ansicht des Pinselordners

GIMP benutzt verschiedene Arten von Ressourcen, wie Pinsel, Muster, Farbverläufe. Solche Daten werden beim ersten Start von GIMP in ihrem persönlichen Ordner installiert. Wenn Sie Ihre Pinselsammlung aus dem Internet erweitern wollen, können Sie entweder die Pinsel in Ihrem persönlichen Pinselordner ablegen, oder Sie benutzen einen eigenen Ordner außerhalb ihres persönlichen GIMP-Ordners. Letzteres erfordert eine Anpassung der Suchpfade, was Sie in den Ansichten der Datenordner machen können.

Per Voreinstellung enthält der Suchpfad zwei Ordner: ein System-Ordner, in dem die mit GIMP ausgelieferten Ressourcen installiert werden, und ein persönlicher Ordner in Ihrem GIMP-Ordner, wo die von Ihnen hinzugefügten Ressourcen platziert werden sollten. Der System-Ordner sollte schreibgeschützt sein und von Ihnen nicht verändert werden. Für Ihren persönlichen Ordner müssen Sie natürlich Schreibrechte besitzen, sonst wäre er nutzlos.

Sie können den Suchpfad mit den vier Knöpfen oben im Dialogfenster nach Ihren Erfordernissen einstellen.

Eigenschaften

Einen Ordner auswählen

Wenn Sie auf einen der Ordner in der Liste klicken, wird es für die nachfolgenden Aktionen ausgewählt.

Ordner hinzufügen/ersetzen

Wenn Sie einen Ordner in das Eingabefeld eintragen oder mit Hilfe der Dateiauswahl, die Sie über den Knopf rechts aufrufen können, zu einem Ordner navigieren und dann auf den linken Schalter klicken, wird der ausgewählte Ordner durch den von Ihnen angegebenen ersetzt. Haben Sie keinen Ordner in der Liste ausgewählt, wird der Ordner stattdessen der Liste hinzugefügt. Falls das Farbsymbol links vom Eingabefeld nicht grün, sondern rot ist, existiert der von Ihnen spezifizierte Ordner nicht. Es wird auch keineswegs automatisch von GIMP erstellt.

Pfeil hoch/runter

Wenn Sie auf eine der beiden Knöpfe mit Pfeil klicken, wird der ausgewählte Ordner entsprechend in der Liste verschoben. Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Ordner in dieser Reihenfolge durchsucht werden.

Ordner entfernen

Durch einen Klick auf den Schalter mit dem Mülleimersymbol wird der ausgewählte Ordner aus der Liste entfernt. (Nur aus der Liste, der Ordner selbst bleibt natürlich erhalten.) Ein System-Ordner aus der Liste und damit aus dem Suchpfad zu entfernen ist zwar möglich, aber sicher keine gute Idee.