Kapitel 1. Einführung

Inhaltsverzeichnis

1. Willkommen bei GIMP
1.1. Autoren
1.2. Das GIMP-Hilfesystem
1.3. Funktionen und Möglichkeiten
2. Was gibt es Neues in GIMP 2.10?
2.1. Aktualisierte Benutzeroberfläche und erste Unterstützung von HiDPI
2.2. GEGL-Portierung, Unterstützung von hohen Bittiefen, Multi-Threading, und mehr
2.3. Arbeiten im linearen Farbraum
2.4. Überarbeitung der Farbverwaltung
2.5. Ebenen und Masken
2.6. Mehr Verwendung für CIE LAB und CIE LCH
2.7. Neue und verbesserte Werkzeuge
2.8. Verbesserungen für Digital-Artisten
2.9. Verbesserungen für die Digitalfotografie
2.10. Effekte
2.11. Verbesserungen der Bedienbarkeit
2.12. Unterstützung für Dateiformate
2.13. Ansicht, Bearbeitung und Erhalt von Metadaten
2.14. Interaktion direkt auf der Leinwand
2.15. Vereinfachtes Melden von Fehlern und Wiederherstellen nach Abstürzen
2.16. API-Änderungen
2.17. Entwicklungsplan und was als nächstes kommt

1. Willkommen bei GIMP

GIMP ist ein freies, plattform-übergreifendes Foto- und Bildbearbeitungsprogramm. Der Name GIMP steht für »GNU Image Manipulation Program«, was im Deutschen soviel bedeutet wie »GNU-Bildbearbeitungsprogramm«. GIMP eignet sich für eine Vielzahl von Aufgaben der Bildbearbeitung, wie das Retuschieren von Fotos, Bildkomposition und -erstellung.

GIMP verfügt über zahlreiche Fähigkeiten. Es kann als einfaches Malprogramm eingesetzt werden, als für Experten taugliches Programm zur Fotoretusche, als Online-Stapelverarbeitungssystem, als Renderer für die Massenproduktion, als Formatumwandler usw.

Eine große Stärke von GIMP ist seine Erweiterbarkeit. Es wurde von Grund auf so entworfen, dass es durch verschiedenste Erweiterungen fast beliebige neue Funktionen erhalten kann. Eine Schnittstelle für Skripte erlaubt es, einfache wie komplexe Probleme durch kleine Programme zu lösen.

Eine weitere Stärke von GIMP besteht in der freien Verfügbarkeit aus vielen Quellen für zahlreiche Betriebssysteme. Die meisten GNU/Linux-Distributionen beinhalten GIMP als Standardanwendung für Bildbearbeitung. Weitere Beispiele hierfür sind Microsoft Windows™ oder Apple Mac OS X™ (Darwin). GIMP ist Freie Software und wird unter der GPL [GPL] weitergegeben. Die GPL gibt Benutzern die Freiheit, auf den Programmcode zuzugreifen, diesen zu modifizieren und weiterzugeben.

1.1. Autoren

Die erste Version von GIMP entstand durch Peter Mattis und Spencer Kimball. Bis heute haben viele weitere Entwickler zu diesem Produkt beigetragen, und Tausende haben durch Support und Tests mitgewirkt. Aktuell wird die Weiterentwicklung von GIMP von Sven Neumann, Mitch Natterer und vielen weiteren Mitwirkenden verantwortet.

1.2. Das GIMP-Hilfesystem

Das Dokumentations-Team und die Anwender von GIMP stellen Ihnen vielfältige Informationen bereit, um Sie bei der Arbeit mit GIMP zu unterstützen. Dieses Handbuch ist ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation. Die aktuelle Version finden Sie auf der Webseite des GIMP-Dokumentations-Teams [GIMP-DOCS]. Die HTML-Version wird zusätzlich als Kontexthilfe verwendet (sofern Sie diese installiert haben). Sie können auf diese von GIMP aus jederzeit durch Drücken der F1-Taste zugreifen, wenn sich der Mauszeiger über dem Menüeintrag befindet. Lesen Sie weiter und beginnen Sie Ihre Reise durch GIMP.

1.3. Funktionen und Möglichkeiten

In der folgenden Liste finden Sie eine kurze Übersicht über eine Auswahl der wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten, die GIMP Ihnen bietet:

  • Eine große Auswahl an Malwerkzeugen, wie Pinsel, Stift, Sprühpistole (Airbrush), Klonwerkzeug und vielen weiteren,

  • ein cleveres Speichermanagement, welches Ihnen die Arbeit mit sehr großen Bildern ermöglicht und nur durch den verfügbaren Speicherplatz auf der Festplatte Ihres Computers beschränkt ist,

  • qualitativ hochwertige Werkzeuge, welche auf Subpixelebene arbeiten und »Treppenstufen« durch Anti-Aliasing vermeiden,

  • die Unterstützung von Alphakanälen für die Arbeit mit Transparenz,

  • Ebenen und Kanäle,

  • eine prozedurale Datenbank, mit der Sie auf interne Funktionen von GIMP über externe Anwendungen, wie zum Beispiel »Skript-Fu«, zugreifen können,

  • die Möglichkeit, eigene Skripte zu entwickeln, um spezielle Aufgaben effizient zu lösen,

  • wiederholbare Funktionen zum Zurücknehmen und Wiederholen von Arbeitsschritten (nur durch den verfügbaren Festplattenplatz beschränkt)

  • Transformationswerkzeuge wie Rotieren, Skalieren, Scheren und Spiegeln,

  • lesen und schreiben verschiedenster Dateiformate wie beispielsweise GIF, JPEG, PNG, XPM, TIFF, TGA, MPEG, PS, PDF, PCX, BMP und viele weitere,

  • Auswahlwerkzeuge inklusive rechteckiger, elliptischer, freier und unscharfer Auswahl (Zauberstab), ein Pfadwerkzeug und eine intelligente Schere,

  • und zu guter Letzt: die Möglichkeit, GIMP durch verschiedenste Erweiterungen um neue Dateiformate, Filter und Funktionen zu bereichern.