2. Ebenenmodi

Mit Ebenenmodi können Sie einstellen, wie die übereinander liegenden Ebenen ineinander geblendet werden, daher werden diese gelegentlich auch als »Blendenmodi« bezeichnet. Der Modus wird auf die Ebenen angewendet, die sich unterhalb der Ebene befindet, welcher der Ebenenmodus zugeordnet wird. Gibt es nur eine Ebene, hat der Ebenenmodus keinen Effekt. Daher werden mindestens zwei Ebenen benötigt, um Ebenenmodi anzuwenden.

Sie können den Ebenenmodus unter Modus im Ebenendialog festlegen. »GIMP« verwendet den Ebenenmodus, um festzulegen, wie jedes Pixel einer Ebene mit dem entsprechenden Pixel der darunter liegenden Ebene kombiniert wird.

[Anmerkung] Anmerkung

GIMP verwendet die selben 21 Modi sowie zwei weitere auch für Malwerkzeuge, siehe Abschnitt 3.3, „Pinselwerkzeuge (Stift, Pinsel, Sprühpistole)“.

Über Ebenenmodi können komplexe Farbänderungen in einem Bild durchgeführt werden. Sie werden daher häufig in Kombination mit einer neuen Ebene als Maske verwendet. Wenn Sie zum Beispiel eine Ebene mit deckender weißer Farbe über ein Bild legen und als Ebenenmodus »Sättigung« wählen, erscheinen die darunterliegenden Ebenen als Grautöne.

[Anmerkung] Anmerkung

Prior to blending, images have gamma correction removed and are converted from sRGB to linear. After blending, they are converted back from linear to sRGB. However, before converting back to sRGB, opacity is applied.

Abbildung 8.8. Masken für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Masken für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Maske 1

Masken für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Maske 2


Abbildung 8.9. Bilder für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Bilder für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Schlüsselanhänger

Bilder für die Anwendungsbeispiele der Ebenenmodi

Enten


In den Beschreibungen der einzelnen Modi sind zum Teil auch Formeln angegeben, wie die Pixel berechnet werden. Sie sind für diejenigen gedacht, die neugierig auf die den Ebenenmodi zugrunde liegenden Berechnungen sind. Sie müssen diese Formeln nicht verstehen, um die verschiedenen Modi effektiv einsetzen zu können.

Die angegebenen Formeln beschreiben die Wirkungsweisen der der Modi in einer Kurznotation. Beispielsweise bedeutet folgende Formel:

Gleichung 8.1. Beispiel


Für jede Komponente jedes Pixels addiere die Werte der oberen Ebene (Maske) und der darunter liegenden Ebene (Bild). Die Summen bilden die resultierende Pixelwerte (Ergebnis). Die Komponenten der Pixel müssen Werte aus dem Bereich 0 bis 255 sein.

[Anmerkung] Anmerkung

Wenn in der jeweiligen Beschreibung nicht anders angegeben, wird ein negatives Ergebnis durch 0 ersetzt, ein Ergebnis größer als 255 durch 255.

Die nachfolgenden Beispiele zeigen den Effekt des jeweiligen Modus.

Da die Ergebnisse der Ebenenmodi sehr stark von den Farben der betreffenden Ebenen abhängen, können diese Bilder Ihnen nur eine ungefähre Vorstellung über die Funktionsweise der jeweiligen Modi geben. Haben Sie ruhig etwas Mut und probieren Sie sie einfach aus. Sie könnten beispielsweise mit zwei ähnlichen Ebenen anfangen, wobei die eine eine leicht veränderte Kopie der anderen ist (weichgezeichnet, verschoben, gedreht, skaliert, invertiert und so weiter) und dann schauen, was bei der Anwendung den einzelnen Ebenenmodi passiert.

Normal

Abbildung 8.10. Beispiel für den Ebenenmodus »Normal«

Beispiel für den Ebenenmodus »Normal«

Beider Bilder sind mit 50% Deckkraft ineinander geblendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Normal«

Bei 100% Deckkraft ist nur noch die obere Ebene sichtbar.


Das ist der Standard-Blendenmodus für Ebenen. Die oberste Ebene verdeckt alle unteren Ebenen je nach eingestellter Deckkraft mehr oder weniger.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.2. Formel für den Ebenenmodus »Normal«


Vernichten

Abbildung 8.11. Beispiel für den Ebenenmodus »Vernichten«

Beispiel für den Ebenenmodus »Vernichten«

Beider Bilder sind mit 50% Deckkraft ineinander geblendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Vernichten«

Bei 100% Deckkraft ist nur noch die obere Ebene sichtbar.


Dieser Modus ist dem Modus »Normal« sehr ähnlich, allerdings erfolgt der Übergang bei einer Deckkraft kleiner als 100% nicht gleichmäßig, sondern sehr körnig. Hierzu wird ein Zufallsmuster verwendet, welches um so mehr Pixel aus der oberen Ebene enthält, je höher die Deckkraft ist. Der Modus wird häufig für Malwerkzeuge verwendet.

Die Wirkungsweise wird insbesondere in den Bildecken sichtbar. Am besten sieht man das in der Vergrößerung. Das linke Bild illustriert den »Normal«-Modus, das rechte den Modus »Vernichten«. Man kann deutlich sehen, wie die Pixel aufgelöst werden.

Abbildung 8.12. Vergrößerter Ausschnitt

Vergrößerter Ausschnitt

Modus »Normal«.

Vergrößerter Ausschnitt

Modus »Vernichten«.


Multiplizieren

Abbildung 8.13. Beispiel für den Ebenenmodus »Multiplikation«

Beispiel für den Ebenenmodus »Multiplikation«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Multiplikation«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Ebenenmodus multipliziert alle Farbwerte der oberen und unteren Ebene und dividiert das Resultat durch 255. Das Ergebnis ist meist ein dunkleres Bild. Weiße Bereiche in der Maske verändern den Hintergrund nicht (1 * I = I), schwarze hingegen ergeben ein komplett schwarzes Bild (0 * I = 0).

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.3. Formel für den Ebenenmodus »Multiplikation«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Division

Abbildung 8.14. Beispiel für den Ebenenmodus »Division«

Beispiel für den Ebenenmodus »Division«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Division«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Modus werden die Farbwerte der Pixel dividiert. Das resultierende Bild ist meist heller, manchmal sieht es, insbesondere in den Bereichen, in denen die Maske sehr dunkel ist, auch überbelichtet aus.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.4. Formel für den Ebenenmodus »Division«


Bildschirm

Abbildung 8.15. Beispiel für den Ebenenmodus »Bildschirm«

Beispiel für den Ebenenmodus »Bildschirm«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Bildschirm«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Modus ist mit dem Modus »Multiplikation« verwandt. Allerdings werden die Farbwerte beider Ebenen invertiert (das heißt von 255 abgezogen), dann multipliziert. Das Ergebnis wird dann wiederum invertiert. Das resultierende Bild ist meist heller und wirkt manchmal etwas »verwaschen«. Ausnahmen bilden hierbei schwarze Bereiche in der Maske, die den Hintergrund nicht verändern, sowie weiße Bereiche, die ein weißes Bild ergeben. Dunkle Farben im Bild erscheinen transparenter.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.5. Formel für den Ebenenmodus »Bildschirm«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Überlagern

Abbildung 8.16. Beispiel für den Ebenenmodus »Überlagern«

Beispiel für den Ebenenmodus »Überlagern«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Überlagern«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Im Modus »Überlagern« werden für die Berechnung die Werte der Pixel der unteren Ebene invertiert und mit dem doppelten der Werte der oberen Ebene multipliziert. Dieser Wert wird mit 255 gewichtet zum Originalwert der unteren Ebene addiert und erneut mit 255 gewichtet. Dieser Modus verdunkelt das Bild, allerdings nicht so stark wie der Multiplikationsmodus.

Die Formel lautet: [5]

Gleichung 8.6. Formel für den Ebenenmodus »Überlagern«


Abwedeln

Abbildung 8.17. Beispiel für den Ebenenmodus »Abwedeln«

Beispiel für den Ebenenmodus »Abwedeln«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Abwedeln«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Modus werden für die Berechnung die Pixelwerte der unteren Ebene mit 256 multipliziert und anschließend durch die invertierten Pixelwerte der oberen Ebene geteilt. Das resultierende Bild ist in der Regel heller, allerdings können einige Farben auch invertiert werden.

In der Fotografie ist Abwedeln eine Technik, bei der in bestimmten Bildbereichen bei der Entwicklung von Bildern die Belichtung verringert wird, wodurch die Detaildarstellung in den Schatten des Bildes verbessert wird. Wenn der Modus für diesen Zweck verwendet wird, empfiehlt sich die Verwendung als Malwerkzeug, am besten auf einem Graustufenbild.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.7. Formel für den Ebenenmodus »Abwedeln«


Nachbelichten

Abbildung 8.18. Beispiel für den Ebenenmodus »Nachbelichten«

Beispiel für den Ebenenmodus »Nachbelichten«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Nachbelichten«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Modus werden für die Berechnung die Pixelwerte der unteren Ebene invertiert, mit 256 multipliziert, dividiert durch eins plus die Pixelwerte der oberen Ebene, und schließlich wieder invertiert. Das resultierende Bild ist in der Regel dunkler und erinnert an den Multiplikationsmodus.

In der Fotografie ist Nachbelichten eine Technik, bei der in bestimmten Bildbereichen bei der Entwicklung von Bildern die Belichtung erhöht wird, wodurch die Detaildarstellung in den Lichtern (sehr hellen Bereichen) des Bildes verbessert wird. Wenn der Modus für diesen Zweck verwendet wird, empfiehlt sich die Verwendung als Malwerkzeug, am besten auf einem Graustufenbild.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.8. Formel für den Ebenenmodus »Nachbelichten«


Harte Kanten

Abbildung 8.19. Beispiel für den Ebenenmodus »Harte Kanten«

Beispiel für den Ebenenmodus »Harte Kanten«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Harte Kanten«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Diesen Ebenenmodus können Sie verwenden, um zwei Fotos zu kombinieren und helle Farben und scharfe Kanten zu erhalten. Die Berechnung ist relativ kompliziert, weil es zwei Formeln für hellere und dunklere Farben gibt. Bei Pixelwerten in der oberen Ebene größer als 128 wird die erste Formel verwendet, ansonsten die zweite Formel.

Die Berechnung ist kompliziert und unterschiedlich, je nachdem, ob ein Pixelwert >128 oder ≤ 128 ist:

Gleichung 8.9. Formel für den Ebenenmodus »Harte Kanten«, M > 128


Gleichung 8.10. Formel für den Ebenenmodus »Harte Kanten«, M ≤ 128


Weiche Kanten

Abbildung 8.20. Beispiel für den Ebenenmodus »Weiche Kanten«

Beispiel für den Ebenenmodus »Weiche Kanten«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Weiche Kanten«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Die Anwendung dieses Ebenenmodus neigt dazu, Kanten weicher und Farben nicht ganz so hell zu machen. Er ähnelt dem »Überlagern«-Modus, in einigen GIMP-Versionen sind beide Modi identisch. (Aufgrund eines Programmierfehlers sind die Formeln beider Modi äquivalent.) Übrigens hat der Modus bis auf seinem Namen nichts mit dem Modus »Harte Kanten« gemeinsam.

Die Formel ist relativ kompliziert, sie verwendet Rs, das Ergebnis des Bildschirmmodus:

Gleichung 8.11. Formel für den Ebenenmodus »Bildschirm«


Gleichung 8.12. Formel für den Ebenenmodus »Weiche Kanten«


Faser extrahieren

Abbildung 8.21. Beispiel für den Ebenenmodus »Faser extrahieren«

Beispiel für den Ebenenmodus »Faser extrahieren«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Faser extrahieren«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Modus soll die »Filmkörnigkeit« aus einer Ebene entfernen, um eine neue Ebene zu erstellen, die allein aus dieser Struktur besteht. Er kann aber auch nützlich sein, um Bildern ein relief-artiges Aussehen zu verleihen. Zur Berechnung werden die Pixelwerte der oberen Ebene von den Werten der unteren Ebene abgezogen und zu 128 aufaddiert.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.13. Formel für den Ebenenmodus »Faser extrahieren«


Faser mischen

Es gibt noch zwei weitere Modi, allerdings nur für Malwerkzeuge. Siehe Malmodi für nähere Informationen.

Abbildung 8.22. Beispiel für den Ebenenmodus »Faser mischen«

Beispiel für den Ebenenmodus »Faser mischen«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Faser mischen«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Modus mischt eine körnige Struktur (möglicherweise mit dem Modus »Faser extrahieren« erstellt) in die aktuelle Ebene und erzeugt so eine faserige Version der Originalebene. Die Formel ist eine direkte Umkehrung des Modus »Faser extrahieren«. Zur Berechnung werden die Pixelwerte der oberen und unteren Ebenen zusammenaddiert, anschließend wird der Wert 128 abgezogen.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.14. Formel für den Ebenenmodus »Faser mischen«


Unterschied

Abbildung 8.23. Beispiel für den Ebenenmodus »Unterschied«

Beispiel für den Ebenenmodus »Unterschied«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Unterschied«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Ebenenmodus werden die Farbwerte voneinander subtrahiert und ein Absolutwert gebildet. Unabhängig von den Ausgangsebenen sieht das Ergebnis meist etwas merkwürdig aus. Anwendung findet dieser Modus vor allem zum Umkehren von Bildbereichen.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.15. Formel für den Ebenenmodus »Unterschied«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Ebenenmodus

Abbildung 8.24. Beispiel für den Ebenenmodus »Addition«

Beispiel für den Ebenenmodus »Addition«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Addition«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Ebenenmodus handelt es sich um einen eher einfachen Vertreter seiner Klasse. Die Pixelwerte beider Ebenen werden einfach addiert. Das Ergebnis wird ein helleres Bild sein, möglicherweise sind einige Bildbereiche auch einfach nur noch weiß.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.16. Formel für den Ebenenmodus »Addition«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Abziehen

Abbildung 8.25. Beispiel für den Ebenenmodus »Abziehen«

Beispiel für den Ebenenmodus »Abziehen«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Abziehen«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Ebenenmodus werden die Pixelwerte der oberen Ebene von denen der unteren abgezogen. Das Ergebnis ist gewöhnlich ein dunkleres Bild. Manchmal werden Sie auch sehr viele schwarze oder sehr dunkle Bereiche im Bild erhalten. Da bei der Berechnung negative Werte auftreten können, ist es nötig, das Ergebnis auf 0 zu begrenzen.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.17. Formel für den Ebenenmodus »Abziehen«


Nur Abdunkeln

Abbildung 8.26. Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Abdunkeln«

Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Abdunkeln«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Abdunkeln«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Modus vergleicht jede Farbkomponente jedes Pixels der oberen und unteren Ebene. Das Ergebnis besteht aus den jeweils kleinsten Werten. Weiße Bereiche in den Ebenen verändern nichts an dem Ergebnisbild, schwarze ergeben einen schwarzen Bereich im Bild.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.18. Formel für den Ebenenmodus »Nur Abdunkeln«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Nur Aufhellen

Abbildung 8.27. Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Aufhellen«

Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Aufhellen«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Nur Aufhellen«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Dieser Modus vergleicht jede Farbkomponente jedes Pixels der oberen und unteren Ebene. Das Ergebnis besteht aus den jeweils größten Werten. Schwarze Bereiche in den Ebenen verändern nichts an dem Ergebnisbild, weiße ergeben einen weißen Bereich im Bild.

Die zugehörige Formel ist ganz einfach:

Gleichung 8.19. Formel für den Ebenenmodus »Nur Aufhellen«


Der Modus ist kommutativ. die Reihenfolge der Ebenen spielt also keine Rolle.

Farbton

Abbildung 8.28. Beispiel für den Ebenenmodus »Farbton«

Beispiel für den Ebenenmodus »Farbton«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Farbton«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Ebenenmodus wird der Farbton der oberen Ebene mit der Sättigung und dem Wert der unteren Ebene zum Ergebnis verknüpft. Wenn die Sättigung der oberen Ebene ebenfalls 0 ist, wird auch der Farbton der unteren Ebene verwendet.

Sättigung

Abbildung 8.29. Beispiel für den Ebenenmodus »Sättigung«

Beispiel für den Ebenenmodus »Sättigung«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Sättigung«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Bei diesem Ebenenmodus wird die Sättigung der oberen Ebene mit dem Farbton und dem Wert der unteren Ebene zum Ergebnis verknüpft.

Farbe

Abbildung 8.30. Beispiel für den Ebenenmodus »Farbe«

Beispiel für den Ebenenmodus »Farbe«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Farbe«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Hier wird bei der Überblendung der Farbton und die Sättigung der oberen Ebene sowie dem Wert der unteren Ebene zum Ergebnis verknüpft.

Wert

Abbildung 8.31. Beispiel für den Ebenenmodus »Wert«

Beispiel für den Ebenenmodus »Wert«

Die Maske 1 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.

Beispiel für den Ebenenmodus »Wert«

Die Maske 2 wird als obere Ebene mit einer Deckkraft von 100% verwendet.


Hier wird bei der Überblendung der Wert der oberen Ebene sowie Farbton und Sättigung der unteren Ebene zum Ergebnis verknüpft. Mit diesem Modus können Details in dunklen und hellen Bereichen eines Bildes aufdecken, ohne die Sättigung zu ändern.

Die Ebenen eines Bildes können unterschiedliche Modi haben. (Der Ebenenmodus der untersten Ebene hat natürlich keine Wirkung.) Die Effekte dieser Ebenenmodi sind kumulativ. Das folgende Bild besteht aus drei Ebenen. Die oberste enthält Wilber auf transparentem Hintergrund und hat den Ebenenmodus »Unterschied«. Die zweite Ebene ist einfarbig hellblau mit Ebenenmodus »Addition«. Die unterste Ebene ist mit dem Muster »Red Cubes« gefüllt.

Abbildung 8.32. Anwendungsbeispiel für mehrere Ebenen

Anwendungsbeispiel für mehrere Ebenen

GIMP hat ähnliche Modi für die Malwerkzeuge. Dies sind letztlich dieselben 21 Modi für Ebenen sowie zusätzlich zwei Modi nur für Malwerkzeuge. Sie können diese Modi unter Modus bei den Werkzeugeinstellungen festlegen. In den oben angegebenen Gleichungen entspricht die zu bemalende Ebene der »unteren Ebene« und die zu malenden Pixel der »oberen Ebene«. Natürlich benötigen Sie nicht mehr als eine Ebene, da diese Modi auf die Ebene und das aktive Malwerkzeug wirken.

Eine Beschreibung der zwei zusätzlichen Malmodi finden Sie in Abschnitt 3.1.3, „Beispiele für Malmodi“.



[5] So sollte diese Formel eigentlich aussehen. Aufgrund eines Programmierfehlers ist die tatsächlich verwendete Formel äquivalent zu der des Modus »Weiche Kanten« und somit dieser Modus mit jenem identisch. Da eine Korrektur dieses Fehlers Auswirkungen auf Bilder haben kann, bei denen der Überlagernmodus angewandt wurde und die als XCF-Datei gespeichert wurden, ist unklar, ob beziehungsweise wann der Modus korrigiert wird. Siehe auch Bug #162395 .