4.8. Auswahleditor

Dieses Kommando öffnet das Dialogfenster des Auswahleditors. Es zeigt die aktive Auswahl des aktuellen Bildes und ermöglicht Ihnen einen einfachen Zugriff auf die relevanten Auswahlkommandos. Der Auswahleditor ist nicht zum direkten Bearbeiten einer Auswahl gedacht, aber er ist eine nützliche Hilfe, wenn Sie eine Auswahl bearbeiten, da er alle Auswahlkommandos als leicht zugängliche Schaltflächen zusammenfasst und Sie sich nicht durch die Menühierarchie durchklicken müssen. Außerdem bietet der Auswahleditor einige erweiterte Einstellungen für das Kommando Auswahl zu Pfad.

4.8.1. Aufruf des Kommandos

Der Menüeintrag kann aus dem Bildfenster erreicht werden: AuswahlAuswahleditor.

4.8.2. Dialogbeschreibung

Abbildung 16.31. Das Dialogfenster Auswahleditor

Das Dialogfenster Auswahleditor

Schaltflächen

In diesem Dialogfenster stehen Ihnen verschiedene Schaltflächen zur Verfügung, um Auswahlen zu verändern:

Der Vorschaubereich

In diesem Bereich wird die Auswahl schematisch dargestellt. Das Bild wird schwarz, die Auswahl weiß angezeigt. Das Klicken in den Vorschaubereich bewirkt eine Auswahl nach Farbe, wie im nachfolgenden Beispiel zu sehen.

Abbildung 16.32. Im Auswahleditor nach Farbe auswählen

Im Auswahleditor nach Farbe auswählen

Das Klicken in den Vorschaubereich bewirkt eine Auswahl nach Farbe. Genauso würde es aussehen, wenn Sie im Bildfenster Nach Farbe auswählen.


4.8.3. Der Dialog Erweiterte Einstellungen von Auswahl-zu-Pfad

Abbildung 16.33. Der Dialog Erweiterte Auswahl

Der Dialog Erweiterte Auswahl

Der Dialog Erweiterte Einstellungen von Auswahl-zu-Pfad, welchen Sie durch Halten der Umschalttaste und Klicken auf den Knopf Auswahl zu Pfad erhalten, enthält zahlreiche Optionen, die Sie mit einem Schieberegler oder über ein Eingabefeld einstellen können. Es gibt auch ein Ankreuzfeld. Diese Einstellungen werden fast nur von fortgeschrittenen Benutzern verwendet. Im einzelnen sind dies:

  • Align Threshold: Zwei Endpunkte, die dichter beieinander liegen als dieser Wert, werden in gleiche Punkte umgewandelt.

  • Corner Always Threshold: Wenn ein Winkel, der durch einen Punkt, die Punkte davor und die danach definiert ist, kleiner als dieser Wert ist, ist es eine Ecke, selbst wenn er sich innerhalb einer Eckenumgebung (Corner Surround) eines Pixels mit einem kleineren Winkel befindet.

  • Corner Surround: Anzahl der Punkte, die bei der Feststellung, ob ein Punkt ein Eckpunkt ist oder nicht, in herangezogen werden.

  • Corner Threshold: Wenn ein ein Punkt mit den Punkten davor und den danach einen Winkel definiert, der kleiner als dieser Wert ist, ist es ein Eckpunkt.

  • Error Threshold: Die Fehlerabweichung, die für einen passenden Spline[11] nicht mehr akzeptabel ist. Wenn irgendein Pixel von der passenden Kurve weiter entfernt ist als dieser Wert, sucht der Algorithmus weiter.

  • Filter Alternative Surround: Eine zweite Anzahl benachbarter Punkte, die beim Filtern in Betracht gezogen werden.

  • Filter Epsilon: Wenn die Winkel der Vektoren, die durch die mit Filter Surround und Filter Alternative Surround ermittelten Punkte erzeugt wurden, mehr als dieser Wert differieren, wird der von Filter Alternative Surround genommen.

  • Filter Iteration Count: Wie oft die Originaldatenpunkte angeglichen (geglättet) werden. Wenn Sie diesen Wert deutlich erhöhen, etwa auf 50, kann das zu erheblich besseren Ergebnissen führen. Aber falls irgendein Punkt, der eigentlich eine Ecke sein sollte, nicht gefunden wird, bewegt sich die Kurve sehr chaotisch um diesen Punkt herum.

  • Filter Percent: Ein neuer Punkt wird aus dem ursprünglichen Punkt und diesem Anteil seiner Nachbarpunkte konstruiert.

  • Filter Secondary Surround: Anzahl der benachbarten Punkte, die herangezogen werden, falls die Punkte aus Filter Surround eine gerade Linie definieren.

  • Filter Surround: Anzahl der benachbarten Punkte, die zum Filtern herangezogen werden.

  • Keep Knees: Mittels dieses Kontrollkästchens legen Sie fest, ob Kniepunkte gelöscht werden, nachdem der Umriss gefunden wurde.

  • Line Reversion Threshold: Wenn ein Spline näher an einer geraden Linie liegt als dieser Wert, bleibt er eine gerade Linie, auch wenn er sonst wieder in eine Kurve umgewandelt würde. Dieser Wert wird mit dem Quadrat der Kurvenlänge gewichtet, um kürzere Kurven eher umzuwandeln.

  • Line Threshold: Wieviele Pixel darf ein Spline (durchschnittlich) von einer durch die Endpunkte definierten Linie abweichen, bevor er in eine gerade Line umgewandelt wird.

  • Reparametrize Improvement: Falls die Veränderung der Parameter die Eignung nicht um diesen Prozentsatz verbessert, stoppt der Algorithmus.

  • Reparametrize Threshold: Die Fehlerrate, ab der eine Veränderung der Parameter zwecklos ist. Das passiert beispielsweise, wenn der Algorithmus versucht, die äußere Umrisslinie des Buchstabens O mit einem einzigen Spline zu beschreiben. Die Ausgangslage ist dann nicht gut genug, um mit der Newton-Raphson-Iteration eine Verbesserung zu erreichen. Möglicherweise wäre es besser, die Fälle zu ermitteln, wo der Algorithmus keine Ecken gefunden hat.

  • Subdivide Search: Bei welchem Prozentsatz die Kurve vom schlechtesten Punkt entfernt liegt, um nach einer besseren Stelle für eine Unterteilung zu suchen.

  • Subdivide Surround: Anzahl der Punkte, die bei der Entscheidung herangezogen werden, ob ein gegebener Punkt eine bessere Stelle für eine Unterteilung ist.

  • Subdivide Threshold: Wie viele Pixel darf ein Punkt von einer geraden Linie entfernt sein und trotzdem als ein besserer Punkt für eine Unterteilung in Betracht kommen.

  • Tangent Surround: Anzahl der Punkte, die auf beiden Seite eines Punktes betrachtet werden, wenn die Tangente dieses Punktes näherungsweise berechnet wird.



[11] Ein Spline ist ein mathematischer Ausdruck für eine Funktion, die eine Kurve durch eine Menge von Kontrollpunkten definiert, wie beispielsweise eine Bézierkurve.