8.21. Kontrastspreizung

Mit diesem Befehl werden die einzelnen Farben Rot, Grün und Blau so weit wie möglich zwischen dem kleinstmöglichen und dem größtmöglichen Wert gestreckt. Dadurch werden helle Farben heller und dunkle Farben dunkler, was den Kontrast erhöht. Damit können Sie einen ähnlichen Effekt erzielen wie mit dem Normalisieren, mit dem Unterschied, dass die Automatische Kontrastspreizung auf jeden Kanal der Ebene wirkt und nicht nur auf die Helligkeitswerte. Daraus resultieren gelegentlich leichte Farbverschiebungen, welche zu einem unerwünschten Ergebnis führen können. Im Unterschied zum Weißabgleich werden die extrem hellen oder dunklen Punkte nicht von der Berechnung ausgenommen, so dass das Weiß unter Umständen nicht völlig rein ist.

Sie sollten diesen Befehl nur verwenden, wenn Sie einen unerwünschten Farbton in einem Bild haben, das nur Schwarz und Weiß enthalten sollte.

8.21.1. Aufruf des Befehls

  • Der Befehl kann aus dem Bildfenster erreicht werden: FarbenAutomatischKontrastspreizung.

8.21.2. Ein Beispiel für die automatische Kontrastspreizung

Abbildung 16.184. Originalbild

Originalbild

Die aktive Ebene und die zugehörigen Histogramme für den roten, blauen und grünen Kanal.


Abbildung 16.185. Bild nach Anwendung des Befehls

Bild nach Anwendung des Befehls

Die Histogramme des roten, blauen und grünen Kanals nach Anwendung der Kontrastspreizung. Die Pixelbalken erreichen das rechte Ende des Histogramms nicht (255), da es sehr wenige helle Pixel gibt, im Gegensatz zum Weißabgleich.

Durch die Streckung des Histogramms entstehen Lücken zwischen den Pixelbalken, daher die Streifen.