5.18. Zeitungsdruck

5.18.1. Wirkungsweise

Abbildung 17.94. Anwendungsbeispiel für das Filter »Zeitungsdruck«

Anwendungsbeispiel für das Filter »Zeitungsdruck«

Originalbild

Anwendungsbeispiel für das Filter »Zeitungsdruck«

Filter »Zeitungsdruck« angewandt


Dieses Filter rastert das Bild in Einzelpunkte unter Verwendung von im Zeitungsdruck üblichen Algorithmen. Rasterung ist ein Prozess, bei welchem ein Bild mit vielen verschiedenen Farben so aufbereitet wird, dass es auf einem Ausgabegerät, welches nur über wenige Farben verfügt, optimal dargestellt werden kann. Papierdruckmaschinen sind typischerweise solche Geräte.

Der grundsätzliche Ansatz besteht darin, einen Kompromiss zwischen Bildauflösung und einer besseren Farbdarstellung zu finden (dies ist als räumliche Rasterung bekannt).

Es gibt viele verschiedene Algorithmen, um dies zu erreichen. Einer der einfachsten besteht darin, einen Teil der Farbinformationen (die niederwertigen Bits der Farbinformationen) einfach zu verwerfen - das ist genau das, was Sie mit dem Filter »Posterisieren« erreichen können. Allerdings ist das Ergebnis dieser Methode oft nicht befriedigend, dafür bleibt die Auflösung vollständig erhalten.

Dieses Filter verwendet einen Algorithmus, der die Auflösung des Bildes reduziert, indem Pixel zu Zellen zusammengefasst werden, welche je nach erforderlicher (Farb-)Intensität mehr oder weniger vollständig gefüllt werden.

Stellen Sie sich ein Gitter vor, welches über das originale Bild gelegt wird. Das Bild wird damit in Gitterzellen geteilt. Jede Zelle enthält genau einen Farbpunkt, dessen Größe die originale Helligkeit des Ausgangsbildes annähernd wiedergibt.

Offensichtlich führt eine große Zellengröße zu einem starken Verlust an Auflösung! Die Punkte in den Zellen starten typischerweise in Form eines kleinen Kreises. Wenn eine stärkere Füllung nötig ist, nehmen sie die Form eines Karos an. Diese Veränderung der Form können Sie in den Eigenschaften des Filters beeinflussen.

5.18.2. Filteraufruf

Dieses Filter lässt sich über das Menü FilterVerzerrenZeitungsdruck … im Bildfenster aufrufen.

5.18.3. Eigenschaften

Abbildung 17.95. Eigenschaften für das Filter »Zeitungsdruck«

Eigenschaften für das Filter »Zeitungsdruck«

Vorschau

In der Vorschau wird ein Ausschnitt des Bildes so dargestellt, als wäre das Filter mit den aktuellen Einstellungen auf das Bild angewandt worden, bis Sie auf OK klicken. Falls das Filter auf eine Auswahl angewendet wird, zeigt die Vorschau nur einen relevanten Teil des Bildes. Deaktivieren Sie die Vorschau, wenn Ihr Rechner zu langsam ist.

Auflösung

Mit dieser Gruppe von Eigenschaften können Sie die Größe der Zellen einstellen. Dies geschieht entweder durch Einstellen der Ein- und Ausgabeauflösung oder direkt.

Eingabe-SPI

Mit dieser Eigenschaft stellen Sie die Auflösung (Punkte pro Zoll, engl. »Samples Per Inch«) des Originalbildes ein. Der Ausgangswert wird automatisch aus der im Bild hinterlegten Auflösung ermittelt.

Ausgabe-LPI

Mit dieser Eigenschaft können Sie die gewünschte Ausgabeauflösung (Zeilen pro Zoll, engl. »Lines Per Inch«) einstellen.

Zellgröße

Die Zellgröße wird automatisch aus den Werten Ein- und Ausgabeauflösung berechnet. Sie können diese aber auch direkt einstellen, in diesem Fall wird die Ausgabeauflösung entsprechend angepasst.

Schirm
Separieren nach RGB; CMYK; Intensität

Mit dieser Eigenschaft können Sie einstellen, für welchen Farbraum die Separation vorgenommen wird. In der Einstellung RGB wird keine Farbraumkonvertierung vorgenommen. In der Einstellung CMYK wird das Bild zunächst in den CMYK-Farbraum konvertiert und dann wird die Separation vorgenommen. Abschließend wird das Bild zurück in den RGB-Farbraum transformiert. In der Einstellung Intensität wird das Bild intern zunächst in ein Graustufenbild konvertiert und dann als Transparenzkanal für die Separation verwendet. Diese Einstellung ist sehr gut für spezielle Effekte geeignet. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Einstellung die richtige ist, sei Ihnen CMYK empfohlen.

Schwarzauszug (%)

Wenn die Konvertierung von RGB nach CMYK durchgeführt wird, wieviel Schwarz (»K«) sollte verwendet werden?

Kanäle verbinden

Wenn Sie diese Eigenschaft aktivieren, werden die Einstellungen für die Farbkanäle für alle Kanäle gemeinsam vorgenommen.

Werkseinstellungen

Mit diesem Knopf können Sie die Eigenschaften der Farbkanäle wieder auf die Vorgabe-Einstellungen zurücksetzen.

Winkel

Mit dieser Einstellung können Sie den Rasterwinkel einstellen.

Punktfunktion

Mit dieser Eigenschaft können Sie einstellen, welche Form die Füllung der Zellen haben wird.

Kantenglättung

Proper halftoning does not need antialiasing: the aim is to reduce the color depth after all! However, since this plugin is mainly for special effects, the results are displayed on screen rather than by a black/white printer. So it is often useful to apply a little anti-aliasing to simulate ink smearing on paper. If you do want to print the resulting image then set the antialiasing to 1 (i.e., off).

Oversample

Mit dieser Eigenschaft können Sie einstellen, wie viele Subpixel zur Kantenglättung verwendet werden. Setzen Sie diesen Wert auf 1, so wird die Kantenglättung ausgeschaltet. Vorsicht: hohe Werte führen hier zu einem hohen Rechenaufwand und damit zu einer langen Wartezeit bei der Anwendung des Filters!

5.18.4. Beispiel

Abbildung 17.96. Beispiel für »Zeitungsdruck«

Beispiel für »Zeitungsdruck«

Ein Beispiel vom Plugin-Autor