2. Bilder für das Web aufbereiten

Eine der häufigsten Anwendungen für GIMP ist das Erstellen oder Bearbeiten von Bildern zur Verwendung im Web (z.B. für die eigene Homepage). Dies bedeutet, dass die Bilder so gut wie möglich aussehen, aber dennoch eine kleine Dateigröße aufweisen sollen, um Bandbreite zu sparen und die Ladezeiten der Webseiten nicht unnötig zu erhöhen. Dieser Abschnitt soll Ihnen zeigen, wie man kleine Dateien bei geringem Qualitätsverlust erstellt.

2.1. Bilder mit einem optimalen Größe- / Qualitäts-Verhältnis

Die optimale Lösung hängt vom Bildtyp und dem verwendeten Dateiformat ab. Wenn Sie ein Foto, welches meist viele feinstufige Farbverläufe enthält, veröffentlichen wollen, sei Ihnen JPEG als Format zum Speichern empfohlen. Wenn es sich jedoch um eine Zeichnung oder selbsterstellte Grafik handelt, benutzen Sie besser das PNG-Format.

  1. Als erstes öffnen Sie wie immer Ihr Bild. Als Beispielbild benutze ich hier das GIMP-Maskottchen »Wilber«.

    Abbildung 6.7. Das Bild mit Wilber im RGBA-Modus geöffnet

    Das Bild mit Wilber im RGBA-Modus geöffnet

  2. Das Bild befindet sich jetzt im RGB-Modus mit einem zusätzlichen Alphakanal (RGBA). Meistens benötigen Sie keinen Alphakanal, wenn Sie Bilder für das Web erstellen möchten. Daher können Sie ihn entfernen. Das geschieht durch einen Klick auf Bild zusammenfügen.

    Fotos haben meist keinen Alphakanal, so dass Sie dieses wahrscheinlich im RGB-Modus geöffnet haben und Sie den Alphakanal nicht entfernen müssen.

    [Anmerkung] Anmerkung

    Enthält die Grafik einen weichen Übergang zu transparenten Bereichen, sollten Sie den Alphakanal nicht entfernen, da hier die Informationen für die Überblendung gespeichert werden. Wollen Sie eine Grafik mit transparenten Bereichen ohne weiche Übergänge speichern (ähnlich dem GIF-Format), können Sie den Alphakanal entfernen.

  3. Nachdem Sie das Bild zusammengefügt haben, exportieren Sie das Bild im PNG-Format für Ihre Webseite.

[Anmerkung] Anmerkung

Sie können das PNG mit den Voreinstellungen exportieren. Benutzen Sie auf jeden Fall die maximale Kompression. Das wird keine negativen Auswirkungen auf die Bildqualität wie beim JPEG-Format oder die Geschwindigkeit beim Anzeigen haben. Lediglich der Exportvorgang dauert länger. Um ein Foto mit vielen Farben zu sichern, sollten Sie das JPEG-Format verwenden. Es kommt auf den besten Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität des Bildes an. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Abschnitt 1.2.2, „Bild als JPEG-Datei exportieren“.