8.17. Weißabgleich

Der Befehl Weißabgleich stellt die Farben automatisch neu ein. Dies wird durch eine Streckung der Histogramme getrennt nach den einzelnen Farbkanälen Rot, Grün und Blau erreicht. Dabei werden für jeden Farbkanal die 0,05% Pixel mit der niedrigsten beziehungsweise höchsten Intensität verworfen und die verbleibenden Farben entsprechend gestreckt. Das Ergebnis ist, dass Pixelfarben, die sehr selten an den Außenbereichen des Histogramms vorkommen (beispielsweise Staubpartikel usw.), die für die bei der Spreizung des Histogramms verwendeten Minimal- und Maximalwerte nicht negativ beeinflussen, im Vergleich zur Kontrastspreizung. Jedoch kann es wie bei letzterer auch zu Farbtonverschiebungen im Ergebnisbild kommen.

Dieser Befehl ist besonders für Bilder geeignet, die ein unsauberes Weiß oder Schwarz enthalten. Da er dazu tendiert, daraus reine Farben zu erzeugen, kann er beispielsweise zur Verbesserung von Fotos verwendet werden.

Weißabgleich lässt sich ausschließlich auf Ebenen von Bildern im RGB-Modus anwenden. Handelt es sich um ein indiziertes oder Graustufenbild, ist der Befehl im Menü deaktiviert und ausgegraut.

8.17.1. Aufruf des Befehls

  • Der Befehl kann aus dem Bildfenster erreicht werden: FarbenAutomatischWeißabgleich.

8.17.2. Ein Beispiel für den »Weißabgleich«

Abbildung 16.175. Originalbild

Originalbild

Die aktive Ebene und die zugehörigen Histogramme für den roten, blauen und grünen Kanal vor Anwendung des Weißabgleiches.


Abbildung 16.176. Bild nach Anwendung des Befehls

Bild nach Anwendung des Befehls

Die Histogramme des roten, blauen und grünen Kanals nach Anwendung des Weißabgleichs. Die Bereiche mit einem etwas unsauberem Weiß sind nunmehr weiß.

Durch die Streckung des Histogramms entstehen Lücken zwischen den Pixelbalken, daher die Streifen.